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Wissenswertes über Polyethylenschaum (PE)

Der weitverbreitete Kunststoff Polyethylen wird durch Zugabe eines Treibmittels auf etwa das 30fache seines Ursprungvolumens expandiert.

Die Herstellung der unvernetzten Polyethylenschäume erfolgt durch Extrusion, entweder direkt als Platte mit Dicken bis 100 mm oder als Rollenware mit Dicken bis 25 mm. Die Rollenware kann dann in einem weiteren Produktionsschritt zu Platten oder Blöcken auflaminiert werden. Als Treibmittel wird Butan eingesetzt.

Um besondere Eigenschaften wie höhere Temperaturbeständigkeit, bessere UV-Stabilität, gleichmäßige und feine Zellstruktur oder samtartige Oberflächen zu erreichen, können Polyethylenschäume in einem Blockschäumverfahren chemisch oder physikalisch vernetzt werden.

Nach beiden Verfahren steht jetzt ein geschlossenzelliger Hochleistungsschaumstoff mit herausragenden Eigenschaften zur Verfügung.

Vorteile auf einen Blick:

  • Hervorragende Polstereigenschaften
  • Berechenbares Dämpfungsverhalten
  • Niedriges Gewicht
  • Gute Rückstellfähigkeit
  • Dauergebrauchstüchtigkeit
  • Chemikalienbeständigkeit
  • Geringe Wasseraufnahme

Recycling

Unvernetzter Polyethylenschaum kann durch Regranulieren wieder in den Stoffkreislauf zurückgeführt werden.

Vernetzter Schaum hat einen Teil seiner thermoplastischen Eigenschaften verloren und kann daher werkstofflich nicht recycelt werden. Die Abfälle werden in speziellen Mühlen zerschnitten und in einem heißen Pressverfahren zu Platten geformt und im Drainagebau, zum Beispiel bei der Dachbegrünung eingesetzt.

Verbrennung

Die thermische Verwertung kann aufgrund des hohen Brennwertes sinnvoll sein, wenn dadurch Primärenergie eingespart wird.