FoPa-shadow.png

Wissenswertes über Polyurethan (PU)-Weichschaum

Polyurethanschaum wurde in den 30er Jahren von Otto Bayer, Leverkusen entwickelt. Die PU-Weichschaumblöcke werden in einem kontinuierlichen Prozess durch die Polyaddition von Polyol und Isocyanat sowie Prozessadditiven hergestellt. Stand der Technik sind heute nach oben offene Blockformen von 60 m Länge und über 2 m Breite. Über einen Mischkopf wird die Rezeptur auf den Formboden gebracht. Durch die chemische Reaktion steigt der Schaum am Ende bis auf die Höhe von 1,20 m und wird dann in Form von Langblöcken zur Reifung abgelagert. Alle bei uns eingesetzte Schäume sind FCKW-frei.

Durch Additive kann eine Vielzahl von Produkteigenschaften wie Raumgewicht, Stauchhärte und Farbe variiert werden. Im Verpackungsbereich werden jedoch überwiegend die Farben weiß und anthrazit eingesetzt.

Da wir Polyurethan nach Gewicht und nicht wie andere Schaumstoff nach Volumen einkaufen, ist es vorteilhaft ein niedriges Raumgewicht mit höherer Stauchhärte auszuwählen.

Durch die Offenporigkeit des Materials kann es übrigens bis auf ein Drittel des Ursprungvolumens komprimiert werden. Eine Eigenschaft die ökonomisch sinnvoll bei Straßentransport durch den Einsatz sogenannter Presszüge genutzt wird.

Eigenschaften auf einen Blick:

  • Gute Stoßdämpfung
  • Dauerelastizität
  • Wärmestandfestigkeit
  • Schallschutz
  • Vibrationsdämpfung
  • Physiologisch unbedenklich
  • Luftdurchlässig

Recycling

PU-Weichschaumabfälle werden zum überwiegenden Teil zu sogenanntem Verbundschaum verarbeitet. Zunächst werden in Zerkleinerungsmaschinen Schaumstoffflocken hergestellt, die dann unter Zugabe geeigneter Klebstoffe in Blöcke gepresst werden. Für diesen Schaum gibt es einen großen Markt in den USA, wo er als Teppichunterlage verwendet wird.

 

Durch Glycolyse können Reststoffe verflüssigt und erneut zur Produktion eingesetzt werden.

Auch eine thermische Verwertung kann aufgrund des hohen Brennwertes sinnvoll sein, besonders wenn dadurch Primärenergie eingespart wird.